Mercedes-Benz Safety-Truck aktiv gegen Unfälle
Mercedes-Benz Safety-Truck aktiv gegen Unfälle
Mercedes-Benz Safety-Truck aktiv gegen Unfälle - Präsentation des nach Expertenmeinung sichersten Lkw der Welt Start der Roadshow des Mercedes-Benz Safety Truck am 11. Mai 2006 in Brüssel - Active Brake Assist (Notbrems-Assistent) wird bei Mercedes-Benz erstmals eingeführt - Initiative für Einsatz moderner Sicherheitstechnik - DaimlerChrysler Truck Group mit grösster Schulungseinrichtung für Lkw-Fahrer
Stuttgart/Brüssel - DaimlerChrysler hat heute vor europäischen Verkehrs- und Umweltpolitikern den nach Expertenmeinung sichersten Serien-Lkw der Welt präsentiert. Der 'Mercedes-Benz Safety Truck' vereinigt alle zurzeit lieferbaren Assistenz- und Sicherheitssysteme, ergänzt um den jetzt erstmals angebotenen Active Brake Assist (Notbrems-Assistent).
Der Mercedes-Benz Safety Truck wird in den kommenden Wochen in zwölf europäischen Ländern vorgestellt und die Wirksamkeit der Sicherheitstechniken durch Demonstrations-fahrten beweisen. Mit dieser Initiative soll bei Politik, breiter Öffentlichkeit, Transportgewerbe und Versicherern für die stärkere Verbreitung moderner Sicherheitssysteme zur Vermeidung von Unfällen geworben werden. 'Mit unserer Roadshow möchten wir auf die große Bedeutung von Sicherheitssystemen in Lkw hinweisen und mit den verschiedenen Interessengruppen in Dialog treten. Durch den Einsatz von Assistenz-Systemen kann der Straßenverkehr noch sicherer gemacht werden. Jeder Unfallverletzte oder gar Verkehrstote ist einer zuviel', sagte dazu Andreas Renschler, Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG und verantwortlich für die Truck Group sowie Omnibusse.
Nach Einführung von ABS, EPS und ASR in den achtziger Jahren und elektronisch geregelter Bremsanlagen mit Scheibenbremsen zehn Jahre danach, sind für Mercedes-Benz Lkw ab dem Jahr 2000 weitere Sicherheits- bzw. Assistenzsysteme am Markt eingeführt worden. So der Spurassistent, die Stabilitätsregelung, die Wankregelung sowie der Abstands-Regel-Tempomat. Der Abstands-Regel-Tempomat, der mit Radar arbeitet, ist auch die Basis für den jetzt erstmals serienfähig vorgestellten Active Brake Assist. Er leitet selbstständig eine Vollbremsung ein, wenn die Kollision mit einem vorausfahrenden Fahrzeug unvermeidlich scheint. 'Damit können sowohl die Anzahl der Auffahrunfälle als auch die Schwere von Unfallfolgen erheblich reduziert werden' so Andreas Renschler.
Ein 'Notbremsassistent' dieser Art wie er jetzt erstmals als Active Brake Assist für den Mercedes-Benz Actros auf den Markt kommt, ist vor wenigen Tagen auch vom ADAC gefordert worden. Da Auffahrunfälle ein Schwerpunkt im Unfallgeschehen des schweren Straßengüterverkehrs auf europäischen Straßen sind, erwarten die Unfallforscher durch einen flächendeckenden Einsatz des Active Brake Assist eine spürbare Verringerung der Unfälle mit Todesfolge und schweren Verletzungen.
Im Unterschied zur Abstandsregelung leitet der Active Brake Assist bei der akuten Gefahr eines Auffahrunfalls, z. B. auf ein vorausfahrendes Fahrzeug, eine Vollbremsung ein. Er nutzt die drei Radarsensoren der Abstandsregelung, die innerhalb eines definierten Bereiches vor dem Lkw fahrende Hindernisse erkennen und dabei fortlaufend die Differenzgeschwindigkeit zum vorausfahrenden Fahrzeug ermitteln. Wäre bei unverändert beibehaltener Verkehrssituation ein Unfall unvermeidlich, wird der Fahrer zunächst optisch sowie akustisch gewarnt, bei einer Verschärfung der Kollisionsgefahr erfolgt zusätzlich eine Teilbremsung mit ca. 30 % Bremsleistung. Reagiert der Fahrer dann nicht, leitet das System selbstständig eine Vollbremsung ein. Der Active Brake Assist (Notbrems-Assistent) kann Unfälle zwar nicht immer aktiv verhindern, jedoch zumindest durch das Einsetzen der vollen Bremswirkung die Kollisionsgeschwindigkeit, und damit die Schwere von Unfallfolgen, erheblich verringern.
Kein Hersteller von Nutzfahrzeugen weltweit investiert mehr in die Entwicklung neuer Sicherheitssysteme als DaimlerChrysler. Im Vordergrund der Entwicklung steht stets die aktive Sicherheit. Es gilt, Unfälle von vornherein zu vermeiden, oder alternativ dazu Systeme zu entwickeln, die selbstständig eingreifen, um unmittelbare Unfallfolgen deutlich zu mildern.
Die Wirksamkeit solcher Assistenzsysteme ist unbestritten, dennoch ist die Einbauquote in den Fahrzeugen viel zu gering. 'Dies liegt unter anderem daran, dass die Transportunternehmer, die sich für Sicherheitstechniken entscheiden würden, derzeit noch zu wenig Anreize bekommen', sagte Renschler. Er plädiere deshalb dafür, dass sich alle, die von verringerten Unfallzahlen wirtschaftlich profitieren, auch bei deren Verbreitung im Markt engagieren. Dies seien die Versicherungswirtschaft, von der Kfz-Versicherung über Kranken- und Lebensversicherung bis hin zu den Berufsgenossenschaften. Die Politik trage die Verantwortung für die Verkehrssicherheit. Denkbar seien Incentivierungsmaßnahmen, zum Beispiel verringerte Versicherungsprämien, Vorteile bei der Straßenbenutzungsgebühr (Maut) oder auch direkte Investitionshilfen für die Transportunternehmer, zum Beispiel aus der Lkw-Maut. Die Nutzfahrzeughersteller sind in Vorleistung getreten: Die Sicherheitstechniken sind entwickelt und werden zu günstigen Paketpreisen, mit einem Vorteil von bis zu einem Drittel - zum Beispiel beim Safety-Package für Mercedes-Benz Lkw - angeboten. Renschler weiter: 'Wir erwarten durch diese Techniken eine Verringerung der Schadenshöhe aus Unfällen von über 50 %.' Ende Juli wird DaimlerChrysler detaillierte Daten aus einem integrierten Feldtest präsentieren.
Mit 65.000 Teilnehmern größte Schulungsreinrichtung für Lkw-Fahrer
Die neu entwickelten Assistenz-Systeme sollen den Fahrer nicht bevormunden, sondern ihn unterstützen, zumal ihm die ständig zunehmende Verkehrsverdichtung ungeteilte Aufmerksamkeit abverlangt. In vielen Situationen können technische Regelsysteme schneller und sicherer agieren als der Mensch, die Verantwortung bleibt aber beim Lkw-Fahrer. Der Fahreraus- und -weiterbildung räumt DaimlerChrysler daher hohe Priorität ein. Die 1968 gegründete Fahrer-Information von Mercedes-Benz ist deshalb in den zurückliegenden Jahren
massiv ausgebaut worden. Mit 65.000 Teilnehmern pro Jahr hat sich das Mercedes-Benz Driver Training längst zur weltweit größten Schulungseinrichtung dieser Art für Lkw-Fahrer entwickelt. Angeboten werden Informationen und Schulungen zu neuen Techniken, Fahr-
sicherheitstrainings, Eco-Seminare, Geländetrainings mit Baufahrzeugen, Sonderlehrgänge sowie individuell auf den Betrieb ausgerichtete Schulungen.
Sicherheitstechnik von morgen
Die Einführung des Active Brake Assist (Notbrems-Assistent) für den Mercedes-Benz Lkw Actros ist bei DaimlerChrysler der vorläufige Höhepunkt auf dem Weg zur Umsetzung der 'Vision vom unfallfreien Fahren'. Zwar sind Lkw nur mit rund sieben Prozent am Gesamtunfallaufkommen beteiligt, und das bei einem Anteil von rund zehn Prozent am Fahrzeugbestand und wesentlich höheren Laufleistungen als bei Pkw. Die Sicherheitsentwicklung wird dennoch bei Daimler-Chrysler groß geschrieben. So hat das Unternehmen im Herbst 2005 anlässlich der Technologietage in Papenburg 50 Themen aus der Entwicklungsarbeit gezeigt, darunter zahlreiche Sichheitstechniken. Unter anderem die nächsten Entwicklungsschritte beim Spurassistent und bei der Stabilitätsregelung, den Kurvenwarner und den Stauassistenten.
Das Foto mit der Bild-Nummer 06 B 1976 können Sie unter www.media.daimlerchrysler.com abrufen.
Ansprechpartner:
Raimund Grammer, Telefon: +49 711 17 95024
raimund.r.grammer@daimlerchrysler.com
Weitere Informationen von DaimlerChrysler im Internet: www.media.daimlerchrysler.com
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